Was wir tun

Konkrete Aktivitäten, die das europäische Feld der Sicherheitsstudien aufbauen — jährliche Konferenzen, die COST-Aktion, Nachwuchsförderung, regelmäßige Umfragen und ein laufender Kalender von Netzwerk-Veranstaltungen.

Jahreskonferenz (ESSC)

9 Ausgaben in ganz Europa seit 2017 — das größte europäische Treffen von Wissenschaftlern und Praktikern zu Sicherheitsfragen.

Konferenz-Archiv

COST-Aktion NetSec

Eine vierjährige COST-Aktion (2025 - 2029) aus zwölf Partnerinstitutionen — EISS unter den Gründungsmitgliedern — zur Bekämpfung der Fragmentierung der europäischen Basis der Sicherheitsstudien.

NetSec besuchen

Sommerschule und Ausbildung

Die NetSec-Sommerschule für Nachwuchswissenschaftler und Euro-SWAMOS bilden Doktorierende und Nachwuchsforschende in Sicherheits- und Strategiestudien aus.

Alle Aktivitäten

Umfragen und Workshops

Die Expertenumfrage Global Risks to the EU, das Programm Coercive Statecraft und fortlaufende Diskussionsrunden zu zentralen Fragen der europäischen Sicherheit.

Netzwerk-Veranstaltungen

EISS 2025 · Thessaloniki

Wofür EISS gegründet wurde

Vor der EISS war das Feld der Sicherheitsstudien in Europa fragmentiert, insofern es kein europäisches Forum gab, das Wissenschaftler:innen zusammenführen und den Austausch zwischen Forschenden und Universitätsangehörigen fördern konnte. Die EISS möchte diese Fragmentierung überwinden, indem sie ein wahrhaft gesamteuropäisches Feld der Sicherheitsstudien föderiert und konsolidiert.
— Hugo Meijer, Gründer

Die Initiative wurde 2017 mit zwei Gründungszielen ins Leben gerufen, beide explizit in den Akten der Eröffnungskonferenz: ein europäisches akademisches Netzwerk für Sicherheitsstudien aufzubauen, und ein Forum für gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Institutionen zu schaffen.

EISS entstand 2017 innerhalb des Vereins AEGES und wurde 2021 ein eigenständiger Verein nach dem französischen Vereinsrecht (loi 1901), mit Sitz am CERI, Sciences Po. Das Gründungsjahr 2017 bleibt das Bezugsdatum. Bei der Präfektur Paris angemeldet am 29. November 2021 (Journal officiel vom 7. Dezember 2021, Nr. W751263001).

Das europäische akademische Netzwerk aufbauen

Über die Jahreskonferenz ESSC und ständige thematische Sektionen, in denen Forschende laufende Arbeiten vorstellen — keine fertigen Aufsätze — um das Feld in seiner Entstehung zu entwickeln.

Ein Forum für gemeinsame Projekte

Bewusst das Gegenteil einer klassischen Vortragskonferenz: Die ESSC bringt neue Ideen hervor und stiftet institutionsübergreifende Forschungspartnerschaften, anstatt fertige Ergebnisse zu verbreiten.

Eine Lücke in den europäischen Sicherheitsstudien schließen

Mehrere europäische Vereinigungen decken bereits die Internationalen Beziehungen im weiteren Sinne ab — die European International Studies Association (EISA), die Standing Group on International Relations des ECPR, die Nordic International Studies Association (NISA), die Central and Eastern European International Studies Association (CEEISA). Keine ist speziell den Sicherheitsstudien gewidmet. EISS existiert, um diese Lücke zu schließen und eine europäische Forschungsgemeinschaft im Feld zu konsolidieren.

Multidisziplinär konzipiert — Historikerinnen, Politik-, Wirtschafts-, Geografie-, Anthropologie- und Sozialwissenschaftler sowie Juristinnen und Juristen — und offen für Nachwuchsforschende, Angehörige der Streitkräfte und des diplomatischen Dienstes sowie Verwaltungsbeamte neben Akademikerinnen und Akademikern. Die Jahreskonferenz findet jedes Jahr in einem anderen europäischen Land statt.

Thematische Sektionen

Neun ständige thematische Sektionen

Die Eröffnungskonferenz von EISS organisierte die Beiträge um neun ständige thematische Sektionen, die bis heute durch das ESSC-Programm verfolgt werden. Die Liste erweitert sich, wenn teilnehmende Universitäten neue Querschnittsthemen vorschlagen. Neben den ständigen Sektionen schafft jede jährliche ESSC zudem Raum für offene Panels, die Jahr für Jahr neu vorgeschlagen werden, sodass die Gemeinschaft einen großen Teil des inhaltlichen Programms der Konferenz mitgestaltet.

  • Transformationen des Krieges und der Konfliktualität
  • Aufkommende Domänen (Cybersicherheit)
  • Rüstungsbeschaffung und Rüstungstransfer
  • Private militärische Akteure
  • Verteidigungskooperation und militärische Unterstützung
  • Militärische Interventionen
  • Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle
  • Terrorismus und Terrorismusbekämpfung
  • Theoretische Entwicklungen in den Sicherheitsstudien

Die jüngsten offenen Panels deckten ein breites Themenspektrum ab:

  • EISS 2018 Asymmetric Threats, Non-State Actors and Domestic Politics
  • EISS 2019 Climate Change and Security Actors
  • EISS 2021 Thinking European Security through India
  • EISS 2023 (In)security and Organized Crime in Latin America
  • EISS 2024 Knowledge Production on War
  • ESSC 2026 Cyber and Digital Sovereignty
Flaggschiff-Veranstaltung

ESSC — Die Europäische Konferenz für Sicherheitsstudien

Die jährliche ESSC ist die Flaggschiff-Veranstaltung von EISS — das größte europäische Treffen von Wissenschaftlerinnen und Praktikern, die zu Sicherheitsfragen arbeiten. Per Konvention wechselt die Konferenz jedes Jahr Stadt und gastgebende Institution und baut so das Netzwerk Stück für Stück aus. Editionen seit der Eröffnungskonferenz 2017 an der Université Panthéon-Assas:

Gastgeberstädte der ESSC in Europa, 2017 - 2026 Stilisierte Karte mit den europäischen Städten, die seit 2017 die jährliche ESSC-Konferenz ausgerichtet haben, mit Punkten für jeden Veranstaltungsort. Paris — 2017, 2018, 2019 Paris 2017 - 2019 Lissabon — 2021 Lissabon 2021 Berlin — 2022 Berlin 2022 Barcelona — 2023 Barcelona 2023 Prag — 2024 Prag 2024 Thessaloniki — 2025 Thessaloniki 2025 Stockholm — 2026 (kommend) Stockholm 2026 · kommend
Gastgeberstädte seit der Eröffnungskonferenz 2017. Die Ausgabe 2020 wurde wegen der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschoben und in Lissabon abgehalten (Punkt 2021). Klicken Sie auf einen Punkt, um die Seite der jeweiligen Ausgabe zu öffnen. Geodaten: Natural Earth (gemeinfrei).

Vollständiges Konferenz-Archiv

NetSec — Networking European Security Knowledge

NetSec ist eine vierjährige COST-Aktion (European Cooperation in Science and Technology), die 2025 von 12 Partnerinstitutionen — EISS unter den Gründungsmitgliedern — ins Leben gerufen wurde, um die Fragmentierung der intellektuellen und analytischen Basis des Kontinents in den Sicherheitsstudien anzugehen — durch politische Workshops, Sommerschulen und Konferenzen. Ein großer Teil der NetSec-Führung gehört der EISS-Gemeinschaft an oder ist seit langem mit ihr verbunden.

49
Mitglieder im Lenkungsausschuss der Aktion
30
vertretene Länder im Lenkungsausschuss
12
Gründungspartnerinstitutionen

Das Forschungsnetzwerk, das EISS zusammenbringt, reicht weit über die 23 Personen im EISS-Vorstand hinaus — durch NetSec umfasst es nun 49 Mitglieder des Lenkungsausschusses in 30 Ländern. Da NetSec von COST finanziert wird, sind alle Veranstaltungen kostenlos und offen für alle, die in den europäischen Sicherheitsstudien arbeiten — keine Mitgliedschaft erforderlich.

EISS-Mitglieder in der NetSec-Leitung

Die beiden Organisationen verbindet mehr als die gemeinsame Gründung. Fast alle, die NetSec leiten, sitzen auch im EISS-Vorstand und üben in beiden eine Funktion aus.

Wie EISS entstanden ist

Die EISS wurde 2017 von Hugo Meijer als europäische Erweiterung der französischen akademischen Vereinigung AEGES gegründet, deren internationale Forschungspartnerschaften er leitete. Die Eröffnungskonferenz an der Panthéon-Assas im Januar 2017 (siehe Übersicht) versammelte rund 100 Wissenschaftler:innen aus 62 Universitäten in 15 europäischen Ländern.

Was als außenorientierter Zweig einer nationalen Vereinigung begann, wurde schnell zu etwas Größerem. Die EISS ist heute ein unabhängiges europaweites Netzwerk, dessen Vorstand und Gemeinschaft 12 Länder umfassen. Das Netzwerk ist offen für alle theoretischen Ansätze und Disziplinen und nimmt Forschende auf jeder Karrierestufe auf. 9 Ausgaben der ESSC sind auf die Gründung von 2017 gefolgt und durch unterschiedliche Gastländer auf dem ganzen Kontinent gewandert. 2025 schloss sich die EISS elf weiteren Institutionen als Gründungsmitglied der COST-Aktion NetSec an und formalisierte damit die Rolle des Netzwerks als eine der zentralen europäischen Plattformen der Sicherheitsstudien. Die AEGES bleibt eine Schwesterorganisation auf französischer Seite. Der Schwerpunkt der EISS liegt heute in Europa.